19.10.2026

Salzburgs e5-Gemeinden sind österreichweite Vorbilder

11 Salzburger Gemeinden erhielten am SIR-Gemeindetag eine Auszeichnung von Energielandesrat Maximilian Aigner. Sie wurden in einer österreichweiten Bewertungsskala auditiert. Erneuerbare Wärme, Eigenstrom und Effizienz im Verbrauch haben dabei hohes Gewicht. „Die ausgezeichneten e5-Gemeinden sind Vorbilder für eine zukunftsorientierte kommunale Energiepolitik. Mit ihrem umfassenden Engagement und ihren vielfältigen Projekten gehen sie voran und zeigen eindrucksvoll, wie Gemeinden die Energiewende aktiv und erfolgreich mitgestalten können“, so Aigner.

Mit Bürmoos und Strobl wurden zwei weitere ölfreie Gemeinden im Bundesland ausgezeichnet: Sie kommen ohne kommunale Ölheizung aus. Den Landesenergiepreis 2026 überreichte Landesrat Aigner an Salzburger Gemeinden, die letztes Jahr auf ihrem Gebiet die landesweiten Energieziele erreicht haben.

5e: Weißbach bei Lofer

Weißbach bei Lofer erhielt ein weiters Mal den 5e-Status auf hohem Niveau bestätigt. Die Naturparkgemeinde zählt zu den erfolgreichsten Gemeinden im e5-Programm. Das örtliche Wärmenetz versorgt alle Kommunalgebäude. Eigene Photovoltaikanlagen erzeugen über das Jahr so viel Strom wie die Gemeinde verbraucht. Die LED-Straßenbeleuchtung ist effizient und wird punktgenau geschaltet, möglichst ohne Lichtverschmutzung. Die Gemeinde unterstützt damit die Ziele des Naturparks. Bei allen Aktivitäten ist die Bevölkerung intensiv eingebunden.

Gemeindeprofil

Weißbach b. Lofer; Bild SIR
Kindergarten Lengfelden; Bild: Gemeinde Bergheim

5e: Bergheim

Die Gemeinde hat erstmals eine Einstufung bei 5e erreicht. Besonders erfolgreich ist Bergheim bei der Eigenerzeugung von Strom: Mit dem neuen kommunalen Wasserkraftwerk an der Fischach wird ein hoher Eigenversorgungsgrad erreicht. Neue Gebäude wie bspw. der Kindergarten Lengfelden haben mit klimaaktiv Gold den bestmöglichen Baustandard. Die Energiebuchhaltung wurde optimiert, Zählerdaten können automatisiert eingelesen werden.

Gemeindeprofil

5e: Werfenweng

Die Gemeinde hat eine Energiestrategie mit dem Ziel, die Strom- und Wärmeversorgung bis 2040 vollständig auf erneuerbare Energie umzustellen. Kommunale Gebäude wie bspw. der Kindergarten wurden auf Sommertauglichkeit saniert. Besonders viele Punkte sammelt die Pongauer Mustergemeinde bereits seit Jahren mit der energieeffizienten Mobilität. Das w3-Shuttle verbindet den Ort mit dem Salzachtal. Es verschafft Gästen und der Bevölkerung flexible Möglichkeiten, ohne Privat-PKW unterwegs zu sein. Die Erfolge der Gemeinde wurden nun mit einer 5e-Bewertung bestätigt.

Gemeindeprofil

Werfenweng; Bild: SIR
Anif mit Blick auf den Untersberg; Bild: Gemeinde

4e: Anif

Die neue Volksschule wurde im klimaaktiv Gold Baustandard errichtet, inklusive Wärmepumpe und Photovoltaik. In der Mobilitätswoche unterstützt die Gemeinde Kinder, wenn sie sich zu Fuß oder mit dem Rad auf den Weg zur Schule machen. Die Energieziele hat Anif im Juli in einem Leitbild beschlossen. Ein großer Schritt in Richtung Klimaneutralität 2040 ist mit dem geplanten Wärmenetzausbau Salzburg-Süd in Vorbereitung. Die Gemeinde erreichte beim Audit erstmals den 4e-Status.

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4e: Hallwang

Für die Gemeinde Hallwang ist es wichtig, beim Neubau kommunaler Gebäude hohe Baustandards zu erreichen und ältere Bauten auf erneuerbare Wärme umzurüsten. Raus-aus-Gas ist bereits weit vorangeschritten. Kulturzentrum, Schule und Kindergarten punkten mit innovativen Energielösungen. Die kommenden Aktivitäten bis hin zur Klimaneutralität 2040 hat die Gemeinde in einem Leitbild festgelegt. Die bisherigen Erfolge ergaben eine Bewertung mit 4e.

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Gemeinde Hallwang; Bild: SIR
Gemeinde Koppl; Bild: Gemeinde

4e: Koppl

Die Gemeinde Koppl hat beinahe alle Gebäude auf erneuerbare Wärme umgerüstet. Der neue Bauhof erhielt eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung und Betonkernaktivierung. Die kommunale PV-Ausstattung wurde erweitert. Die Energieziele bis 2040 und aktuelle Maßnahmen hat die Gemeinde in einem Leitbild politisch festgelegt, das auch der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Erstmals erfolgte nun eine Auditierung mit 4e.

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4e: St. Georgen bei Salzburg

St. Georgen war erfolgreich bei der Straßenbeleuchtung: fast die Hälfte des Stromverbrauchs wurde eingespart. Beim Sportplatzgebäude wurde die Heizung auf Hackschnitzel umgestellt, das Flutlicht hat LED-Standard. Jährlich findet eine Aktion zur Mobilität statt. Das Radfahren in der Gemeinde wird bspw. durch attraktive Abstellanlagen gefördert.

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Schule St. Georgen b.S.; Bild: SIR
Seekirchen; Bild: SIR

4e: Seekirchen am Wallersee

Die Gemeinde hat beim Schulzentrum einen größeren Umbau mit großzügiger Erweiterung der Photovoltaik abgeschlossen. Öffentlichkeitsarbeit und Bürgereinbindung haben einen hohen Stellenwert, wie bspw. bei der Erstellung des Abfallvermeidungskonzepts und bei der Belebung des Ortszentrums. Auf Gemeindestraßen gilt flächendeckend eine 30 km/h Beschränkung.

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4e: Wals-Siezenheim

Die Gemeinde hat ein Leitbild für Energie und Nachhaltigkeit beschlossen. Auf  kommunalen Dächern und bei Betrieben wurden neue Photovoltaikanlagen errichtet, 1,55 kWp pro Einwohner sind bereits installiert. Die neue Volksschule Siezenheim wurde im klimaaktiv Gold Standard errichtet. Das Rufbus-System, neue Buslinien und attraktive Radwege ermöglichen Mobilität ohne Autozwang.

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Bild: SIR
Zell am See; Bild: Tourismus Zell am See - Kaprun

4e: Zell am See

Große Schritte für eine erneuerbare Energiezukunft sind in Vorbereitung:  Für Gemeindegebäude sind Heizungsumstellungen und Sanierungen auf Schiene gesetzt. Ein neues Wärmenetz, gespeist aus Biomasse und Abwärme, ist in Planung und wird das gesamte Stadtgebiet erschließen. Mehrere Kommunalgebäude haben bereits eine hohe PV-Eigenstromabdeckung.

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3e: St. Martin am Tennengebirge

Diese Gemeinde zeichnet besonders aus, dass alle kommunalen Gebäude niedrige Verbrauchskennzahlen aufweisen. Die Vorgaben der EU-Energieeffizienzrichtlinie sind  bereits erfüllt, auch der Umstieg auf erneuerbare Wärme ist weitgehend abgeschlossen.

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St. Martin a. Tennengebirge; Bild: Gemeinde